Mehr als nur Geburtshilfe

Familienhebammen sind staatlich examinierte Hebammen mit einer Zusatzqualifikation, deren Tätigkeit die Gesunderhaltung von Mutter und Kind fördert. Dabei liegt der Schwerpunkt der Arbeit, auf der psychosozialen, medizinischen Beratung und Betreuung von Risikogruppen durch aufsuchende Tätigkeit und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Berufsgruppen.

Familienhebeammen in Viersen und Umgebung sind grundsätzlich frei berufliche Hebammen mit langjähriger Erfahrung in der Wochenbettbetreuung. Kontakte zu Familienhebammen können schon in der Schwangerschaft aufgenommen werden, z.B.

  • bei stationären Krankenhausaufenthalten
  • durch niedergelassene Gynäkologen, bzw. Pädiater
  • durch soziale Einrichtungen, z.B. Donum vitae
  • durch hilfe- und betreuungsbedürftige werdende Eltern selbst
  • durch das zuständige Jugendamt/ Gesundheitsamt/ Sozialamt


Wir begleiten Schwangere und Mütter in sozial schwierigen Situationen und mit besonderen gesundheitlichen Problemen für einen Zeitraum bis zum 1. Geburtstag des Kindes.

Hauptziel ist die Unterstützung der Familie im alltäglichen Leben um eine gesundheitliche und soziale Gefährdung von Mutter und/ oder Kind zu vermeiden.

Unsere besonderen Stärken liegen in der Möglichkeit der kontinuierlichen Betreuung und einem „oft“ ungehemmten Zugang zu den betroffenen Familien aufgrund unseres Hebammenstatus.


An wen richtet sich unser Angebot?

  • junge Erstgebärende (unter 18 Jahre)
  • ältere Erstgebärende (über 35 Jahre)
  • Vielgebärende (mehr als 3 Kinder)
  • totes Kind in der Familie
  • bereits Geschwister in Pflegefamilien
  • unzureichende Schwangerenvorsorge
  • unzureichende Kinderfrüherkennungsuntersuchungen
  • häufige Krankenhausaufenthalte
  • Schwangere mit medizinischem Risiko
  • Früh- und Mangelgeborene
  • kranke/ behinderte Neugeborene
  • Säugling in schlechtem Pflegezustand
  • fehlernährte Säuglinge
  • Verdacht auf Vernachlässigung/ Misshandlung
  • gestörte Mutter-Kind-Interaktion
  • unsichere, überforderte Frauen
  • Frauen mit sozialen Problemen (Armut, schlechte Wohnverhältnisse)
  • Frauen mit psychosozialen Problemen (Sucht, Isolation, Partnerkonflikt)
  • ausländische Frauen (Integrationsprobleme, Verständigungsprobleme)    


Bedingung
Einverständnis der zu betreuenden Familie

Hilfeort
Es handelt sich um ein aufsuchendes Hilfsangebot gemeinsam mit den zu Betreuenden Personen und Ärzten, Ämtern wird ein individuelles Betreuungskonzept erarbeitet, wobei über den gesamten Betreuungszeitraum ein konstante Beziehungsangebot zu einer fallverantwortlichen Familienhebamme aufgebaut und erhalten werden soll.

Ziele

  • Gefährdungen erkennen und minimieren
  • Stärkung der Selbsthilfepotentiale
  • Entwicklung und Aufbau von familiären Perspektiven
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • soziale Integration

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