Netzwerk psychisch kranker Eltern

In Deutschland leben  nach Schätzungen mindestens 500.000 Kinder in Familien
mit mindestens einem psychisch erkranktem Elternteil. Für den Kreis Viersen bedeutet dies, dass man von ungefähr 2000 betroffenen Kindern ausgehen muss.
Familien mit psychisch erkrankten Eltern erleben täglich eine enorme Belastung, nicht nur durch die Erkrankung und deren Symptome, sondern zusätzlich durch die Verantwortung für ihre Kindern. Dieser Druck wirkt sich häufig negativ auf die gesamte Situation der Familie aus. Den Alltag zu bewältigen mit seinen komplexen Anforderungen  die Kinder an Eltern stellen, wird schnell zu einer hyperbelastenden Aufgabe, die für die betroffenen Eltern und Kinder in eine Spirale der Hoffnungslosigkeit und Resignation mündet.

Das Projekt der Arbeiterwohlfahrt hilft den Familien mit diesen vielschichtigen Belastungen umzugehen und bietet verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten:

BERATUNG

  • Zielgruppe 1:  Familien mit mindestens einem psychisch erkrankten Elternteil. Das Augenmerk richtet sich auf die betroffene Familie als System, also auf die Eltern, Kinder, andere Angehörige, Lebensgefährten und das weiter Umfeld der Familien.
  • Zielgruppe 2: Alle Institutionen die eng mit den Betroffenen Familien zusammen arbeiten. Diese sind z.B. Lehrer/innen, Schulen, Erzieher/innen, Kindergärten, Hebammen, Kinderärzte, Ergotherapeuten, Logopäden usw.


ANGEBOTE FÜR ELTERN

  • Beratungsgespräche
  • STEP Elternkurs (Stärkung der Elternrolle und Erziehungskompetenz)
  • Unterstützung beim Umgang mit  Ängsten, Sorgen und eigenen Bedürfnissen in der Elternrolle – Abbau von Schuldgefühlen
  • Unterstützung der Eltern bei der Aufklärung der Kinder über die Krankheit
  • gemeinsam geplante und durchgeführte Freizeitangebote


ANGEBOTE FÜR KINDER

  • Gruppenangebote für bestimmte Altersgruppen
  • Kinder erleben, dass sie mit ihrer Situation nicht alleine sind.Sie sollen ihre Probleme und Ängste bei anderen wiedererkennen und gemeinsam Bewältigungsstrategien entwickeln.
  • Aufklärung über die Erkrankung, um Eltern in ihren krankheitsbedingten Verhaltensweisen für die Kinder verstehbar und nachvollziehbar zu machen.


ANGEBOTE FÜR INSTITUTIONEN

  • Beratungsgespräche (Unterstützung und Rat durch Experten)
  • Lehrer, Erzieher, Sozialarbeiter und Mitarbeiter anderer Institutionen, die mit Kindern zusammen arbeiten, sollen für die Problematik der Familien mit psychisch Erkrankten Familienmitgliedern sensibilisiert werden.

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